Abgehoben: Rakete trägt Asche Verstorbener in den Orbit

Es war ein fantastisches Erlebnis – auch wenn wir von Widmann Bestattungen es „nur“ von Deutschland aus am Bildschirm mitverfolgten: Endlich, am 25. Juni 2019 um 2:30 Uhr nachts (Ortszeit) hob „unsere“ Rakete vom Kennedy Space Center der NASA im amerikanischen Florida ab! Beim spektakulären Start spielte die Falcon Heavy Trägerrakete des Unternehmens SpaceX des bekannten Tesla-Chefs Elon Musk die Hauptrolle. Sie transportierte 24 Satelliten in die Erdumlaufbahn – einer davon bestückt mit wenige Gramm kleinen Aschemengen von 152 Verstorbenen.

Deutscher wird posthum zum Raumfahrer

Unser Kooperationspartner Celestis machte diesen Heritage Flight möglich. Familie K. ist – vermittelt durch uns – mit dabei. Sie verwirklichte mit diesem Vermächtnis-Flug posthum einen Lebenstraum von D. K.. Er war bekennender Weltraum-Fan und seit dem 25. Juni 2019 ist er nun selbst Raumfahrer – repräsentiert durch einen Teil seiner Asche. Bis zu 25 Jahre, errechneten die Celestis-Fachleute, werden die Überreste von D. K. und 151 anderen in ihrem gemeinsamen Erinnerungs-Satelliten die Erde umkreisen bevor sie in einem letzten Aufleuchten in der Erdatmosphäre verglühen. Seine Lieben hier auf der Erde können den Flug des Satelliten bis dahin jederzeit auf der Celestis-Website oder in unserem letzten Blogbeitrag nachverfolgen und erfahren, wann er über ihre Köpfe hinwegfliegt.

Mission der Superlative

Die SpaceX-Schwerlastrakete Falcon Heavy, welche die Asche in den Orbit trug, wartet mit Superlativen auf. Sie ist nach Angaben des Unternehmens die leistungsstärkste Rakete der Welt und kann eine Last von 64 Tonnen befördern. Ihre jüngste Mission sei eine besondere Herausforderung gewesen, sagte SpaceX-Geschäftsführer Elon Musk, da die 24 Satelliten, die unter anderem die NASA, das US-Verteidigungsministerium und die Ozean- und Klimabehörde NOAA auf die Reise schickten, in drei unterschiedlichen Umlaufbahnen platziert werden mussten. Das anspruchsvolle Unternehmen gelang vorbildlich.

SpaceX arbeitet an Recyclingkonzept

Lediglich beim Versuch, möglichst viele Raketenteile sicher auf die Erde zurückzubringen, um sie für weitere Flüge verwenden zu können, mussten sich die SpaceX-Fachleute mit einem teilweisen Fehlschlag arrangieren. Während die beiden ersten Raketenstufen sicher wieder auf der Erde landeten, verfehlte eine weitere den geplanten Landeplatz auf einem Schiff über 1.000 Kilometer vor der Küste Floridas. Erstmals gelang es jedoch die teure Verkleidung einer Raketenspitze durch ein riesiges im Meer aufgespanntes Netz zu bergen. Eine Wiederverwertung lohnt sich: Durch sein Recyclingkonzept kann das private Raumfahrtunternehmen Raketenstarts bereits preisgünstiger realisieren als andere Organisationen.

Dabei sein?

Möchten Sie gerne ebenfalls posthum Teil einer solchen spektakulären Mission werden? Oder wäre dies für Ihre Angehörigen eine gute Idee? Gerne beraten wir Sie!  

Besten Dank auch an John Kraus für diese atemberaubenden Aufnahmen „unserer“ Rakete Falcon Heavy.