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Trauerfall Soforthilfe

DER LEICHENSCHMAUS

Eine alte Sitte ist der "Leichenschmaus". Der Ausdruck "Leichenschmaus" klingt antiquiert, der damit umschriebene Brauch der Bewirtung der Trauergäste ist bisweilen in Mißkredit geraten - zu Unrecht. Denn Traueressen oder Trauerkaffee sind Gelegenheiten, den Schmerz zu teilen und gemeinsam das Leben neu zu wagen.

Die Erfahrung lehrt, daß in aller Regel gemeinsame Trauermahlzeiten harmonisch verlaufen und von allen Beteiligten als hilfreich empfunden werden. Daß dabei vielfach eine entspannte oder sogar heiter-gelöste Atmosphäre entsteht, ist kein Argument gegen, sondern für die Trauermahlzeit. Schließlich gilt es, die Trauer zu überwinden, nicht zu zementieren. Die Trauer wird dadurch auch nicht weggewischt, sondern versuchsweise für einige Momente durch die menschliche Begegnung überlagert.

Ein praktischer Sinn darf ebenfalls für den alten Leichenschmaus angeführt werden, kommen doch viele Trauergäste von auswärts und bedürfen körperlich und seelisch einer Stärkung. Natürlich ist eine Beschränkung der Teilnehmerzahl möglich und sinnvoll.

Die Einladung spricht man am besten persönlich am Rande der Trauerfeier aus oder bittet einen Freund oder Vertrauten, dies zu tun. Eine kleine Einladungskarte zum Leichenschmaus kann auch mit dem Trauerbrief versandt werden. Der Ort der Trauermahlzeit sollte in allernächster Nähe des Friedhofs liegen.