Ein schillerndes Andenken
Nord-Rundschau Nr. 33 vom Samstag, 19. März 2011
Das Bestattungshaus Widmann bietet an, die Asche von Verstorbenen in einen Diamanten umzuwandeln
Immer häufiger machen sich Menschen Gedanken über die eigene Bestattung. Wie soll meine Ruhestätte aussehen? Kann ich meinen Nachkommen die Grabpflege zumuten? Die Hinterbliebenen trifft der Tod des geliebten Menschen oft so schwer, dass es nahezu unmöglich scheint, Abschied zu nehmen. Viele verspüren den Wunsch, den geliebten Menschen weiter bei sich zu haben. Seit kurzem bietet das Bestattungshaus Widmann eine neue Bestattungsform an, die dies ermöglicht: Angehörige können die Asche eines lieben Verstorbenen durch ein spezielles Verfahren in einen Erinnerungsdiamanten umwandeln lassen. Partner von Widmann Bestattungen ist die Firma Algordanza (romanisch für Erinnerung). Die Umwandlung der Asche findet in einem spezielle Labor im Hauptsitz des Unternehmens in der Schweiz statt. Die Entstehung der Diamanten dauert mehrere Wochen und erfolgt ohne Beigabe von Zusätzen. Der Rohdiamant wird anschließend in Handarbeit zu einem funkelnden Brillanten geschliffen. Größe und Schliff können die Angehörigen selbst auswählen. Aus der Asche eines Menschen lassen sich bis zu vier Diamanten fertigen. Anders als Urnen können die Erinnerungsdiamanten zu Hause aufbewahrt werden. Sie können auch in Schmuckstücke eingearbeitet werden, so dass man seinen Lieben stets bei sich tragen kann. Die Umwandlung in einen 0,4-Karäter dauert etwa 12 Wochen, ein einen 1-Karäter zirka 20 Wochen. Die Kosten bewegen sich zwischen 4700 Euro und 13 000 Euro. Dafür entfallen Kosten für Grabstätte, Grabpflege und Grabstein. „Vor allem aber ist es für die Hinterbliebenen eine gute Möglichkeit zur individuellen Trauerbewältigung“, sagt Heinz Widmann, Inhaber des Bestattungsunternehmens.




